SONOGRAPHIE - ULTRASCHALL

SONOGRAPHIE - ULTRASCHALL

Allgemeine Informationen

Ultraschall

Patientenfreundlich - schnell - aussagekräftig

Ultraschallgerät

Die Sonographie gehört mit der Endoskopie zu den wichtigsten  Untersuchungsmethoden des Gastroenterologen und ist eine der „Spezialitäten“ unserer Praxis.

Die Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes ist sozusagen die „Fortsetzung der körperlichen Untersuchung mit anderen Mitteln“ (n. Prof. Rettenmaier) und die erste technische Untersuchung des Bauchraumes. Moderner Ultraschall erlaubt in vielen Fällen eine definitive Diagnose, so daß weitergehende radiologische Schnittbild-Untersuchungen wie CT oder MRT entbehrlich sind.

Die  Aussagekraft der Sonographie ist abhängig von der Erfahrung des Untersuchers und der Qualität der Geräte (wie auch beim CT oder MRT!)

Wir arbeiten mit modernen, hochauflösenden  Systemen (sog. Stufe III nach der DEGUM-Geräteliste) mit speziellen Schallköpfen und Software-Programmen (z.B. Kontrast-Sonographie, 3D- und 4D-Verfahren, Endosonographie, etc.). Sie gestatten ein Höchstmaß an diagnostischer Qualität.

Alle Ärzte der Praxis verfügen über langjährige Ultraschallerfahrung. Alle bilden sich regelmäßig durch Teilnahme an nationalen und internationalen Kongressen fort.

Priv. Doz. Dr. Börner und Dr. Clement sind „Seminar- und Kursleiter" (Stufe III) der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM - höchste Qualifikationsstufe der Gesellschaft).  Sie selbst bieten für Ärtzte regelmäßige  Weiterbildungskurse in Zusammenarbeit mit dem Mainzer Ultraschallkolleg (MUK e.V.), dem Berufsverband der Gastroenterologen Deutschlands (bng) und der DEGUM  an.

Abdomen - Sonographie

Abdominelle Sonographie (Bauch-Ultraschall)

Die Sonographie gehört zu den ersten technischen Untersuchungen bei allen unklaren Symptomen im Bauchraum. Sie dient sowohl dem Nachsweis, aber auch dem Ausschluß wichtiger Erkrankungen. (Dies ist in allen Leitlinien zur Diagnostik und Therapie gastroenterologischer Erkrankungen der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs-und Stoffwechselerkrankungen "DGVS" dokumentiert).

So zum Beispiel "Abklärung erhöhter Leberwerte": hier kann die Sonographie Hinweise auf eine Stoffwechselerkrankung (z.B. Fettleber), eine chronische Lebererkrankung (Leberzirrhose) oder umschriebener Leberveränderungen geben, die dann gezielt weiter abgeklärt werden müssen.

Gallensteine werden sonographisch mit nahezu 100%iger Sicherheit erkannt und bedürfen dann i.d.R. keiner weiteren Diagnostik oder Bestätigung.

Bei der allgemeinen Bauchsonographie werden die Leber, die Gallenblase und Gallenwege, die Bauchspeicheldrüse (Pankreas), die Milz, die Nieren und die Oberbauchgefäße untersucht.

Bei speziellen Fragestellungen wird die Untersuchung durch spezielle Blutflußuntersuchungen mit Farbdoppler und Duplexmessungen ergänzt.

Die Sonographie kann nicht alle Fragen zu Erkrankungen des Bauchraumes beantworten. Sie ist aber in hervorragender Weise geeignet, diagnostische Weichen zu stellen und Wege abzukürzen.

Beispiele

Fettleber
"Fettleber" - Darstellung mit spez. Panoramatechnik
Gallensteine
mehrere Gallensteine in der gering wandverdickten Gallenblase

Elastographie der Leber

Elastographie bei einer Fettleber mit erhöhter "Steifigkeit

Elastographie bei einer Fettleber mit erhöhter "Steifigkeit

In Deutschland leiden mehr als 5 Millionen Menschen an einer chronischen Lebererkrankung. Zu diesen chronischen Lebererkrankungen zählen u.a. die alkoholische bzw. nicht-alkoholische Fettleberhepatitis, die Virushepatitis (Hepatitis B und C) sowie autoimmune und angeborene Lebererkrankungen (z.B. Hämochromatose). Unbehandelt kann eine chronische Lebererkrankung zu einer Leberzirrhose führen, in Einzelfällen kann sich daraus auch ein bösartiger Leberzellkrebs (Leberzellkarzinom) entwickeln. Um die Prognose und den Therapieverlauf einer solchen Lebererkrankung beurteilen zu können, ist es sinnvoll, den sog. Fibrosegrad Ihrer Leber zu kennen. Bislang stellt die Leberbiopsie den Goldstandard hierzu dar, die jedoch mit einem erhöhten Risiko an Komplikationen (u.a. Nachblutungen, Verletzungen von Lunge oder Gallenwegen) einhergeht. Eine Alternative zur invasiven Leberpunktion stellt die Elastographie dar.

Hierbei handelt es sich um eine wissenschaftlich anerkannte spezielle Ultraschallmethode zur Beurteilung der „Steifigkeit“ von Gewebe. Mit der Elastographie lässt sich der Gehalt an Bindegewebe in der Leber („Fibrose“) abschätzen und erlaubt damit – ähnlich wie die Biopsie - eine Aussage über eine mögliche chronische Leberschädigung (Fibrose/Zirrhose).  Die Untersuchung ist schmerzlos, ungefährlich und kann unbedenklich wiederholt werden. Sollte bei Ihnen eine chronische Erkrankung der Leber vorliegen, haben wir die Möglichkeit, eine Elastographie Ihrer Leber durchzuführen.

Die Kosten einer solchen Untersuchung werden von den gesetzlichen Krankenkassen aktuell nicht übernommen. Wir können diese Untersuchung jedoch im Rahmen einer Individuellen Gesundheitsleistung (IGeL-Leistung) anbieten.

Im Rahmen der ärztlichen Beratung/Behandlung fallen folgende Gebühren gemäß GOÄ (GOÄ-Ziffer, Gebührensatz) an:

410 (200 Punkte 2,573fach =  30€)

Wir Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung !

Schilddrüsen - Sonographie

Schilddrüsen – Halssonographie

Die Schilddrüse ist der Sonographie besonders gut zugänglich. Kleinste, millimetergroße Veränderungen werden erfasst. In Kombination mit einfachen Laboruntersuchungen können weitergehende Diagnostik (z.B. Szintigraphie) gezielt eingesetzt oder sogar ganz vermieden werden. Lokalisierte Befunde können unter Ultraschallsicht ohne große Risiken und wenig belästigend punktiert werden. Eine Punktion liefert wichtige Informationen über die Gutartigkeit von umschriebenen Knoten. In ausgewählten Fällen können hormonproduzierende Schilddrüsenknoten unter Ultraschallkontrolle mit Alkohol verödet werden.

Die hochauflösende Sonographie der Halsgefäße dient zur Erkennung von „Alterungsprozessen“ (Plaquebildung) der Gefäße und gibt Informationen über die Hirndurchblutung aber auch über den Gefäßstatus an den Herzkranzgefäßen.

Schilddrüsen-US

Halsuntersuchung quer
Halsuntersuchung quer: beide Schildddrüsenlappen - Trachea - Halsgefäße
Halsuntersuchung 2

Kontrastmittel-Sonographie

"CEUS" - Kontrastmittel-Ultraschall

Das "jüngste Kind" in der Ultraschalltechnik ist die sog. "Kontrastmittel-Sonographie" oder "CEUS" (Contrast Enhanced UltraSound). Die KM-Sonographie ist mittlerweile über 10 Jahre alt, wird aber aus verschiedenen Gründen in niedergelassenen Praxen selten angeboten. Das liegt u.a. daran, dass KM-Ultraschall nur mit teuren sog. "high end" - Geräten funktioniert, dass der Untersucher eine spezielle Expertise braucht und dass es für die Untersuchung bei gesetzlich Versicherten keine Abrechnungsmöglichkeit gibt. D.h. diese excellente Methode findet deshalb keine Verbreitung, weil sie im ambulanten Bereich nicht bezahlt wird und sich daher wirtschaftlich "nicht rechnet". Dabei könnte diese Untersuchung viele unnötige Computertomographien oder teure Kernspintomographien (MRT) einsparen.

„Ultraschallkontrastmittel“ sind mikroverkapselte Gasbläschen, eben so groß wie die roten Blutkörperchen. Sie werden mit dem Blut transportiert und mit Ultraschall sichtbar gemacht. Sie enthalten kein Jod (wie bei Röntgenkontrastmitteln) und können daher auch bei Schilddrüsenerkrankungen oder Nierenfunktionsstörungen eingesetzt werden.

Das Kontrastmittel (nur 1.2-2.4 ml !) wird über eine Armvene gespritzt, die Mikrobläschen werden mit dem Blut transportiert und können bereits nach weniger als 20 Sekunden in den Organen beobachtet werden. Nach etwa 5 Minuten ist das Kontrastmittel bereits weitgehend abgebaut und nach 10 Minuten nicht mehr im Körper nachweisbar. Die Untersuchung dauert nur 10 Minuten länger als die normale Bauchsonographie.

Mit der Kontrast-Technik können kleinste Durchblutungsveränderungen festgestellt werden. Sie ist insbesondere zur Erkennung und Einordnung von „Tumoren“ geeignet. So können 90-95% der Knoten in der Leber charakterisiert und "gut" von "böse" unterschieden werden.

Bei bekannten Tumorerkrankungen und in der Nachsorge nach Tumoroperationen bietet die Kontrastsonographie größere Sicherheit, wenn es um die Frage geht, ob Tumorabsiedelungen vorliegen oder nicht.

Die Einführung der Kontrastuntersuchung hat die Sonographie in den letzten Jahren ganz wesentlich bereichert. Die Methode ist den neuesten CT- und MRT-Techniken vergleichbar, manchmal sogar überlegen.

Aufgrund der guten Aussagekraft der KM-Sonographie werden uns zunehmend häufiger Patienten mit unklaren Befunden bei der normalen Sonographie, Patienten mit Jodallergie (kein CT möglich) oder auch unklaren Befunden bei der Computertomographie (CT) zugewiesen.

KM-Sonographie

Kontrastanflutung in ein größeres Leberhämangiom - "Blutschwamm"
Kontrastanflutung in ein größeres Leberhämangiom - "Blutschwamm"
Kontrast-Dynamik einer "Fokal nodulären Hyperplasie" - 2.-häufigster gutartiger Lebertumor
Kontrast-Dynamik einer "Fokal nodulären Hyperplasie" - 2.-häufigster gutartiger Lebertumor
"Auswaschphänomen" einer 1 cm großen Metastase eines Dickdarmkrebses (mit dem normalen Ultraschall nicht zu sehen).
"Auswaschphänomen" einer 1 cm großen Metastase eines Dickdarmkrebses (mit dem normalen Ultraschall nicht zu sehen).

Darm-Sonographie

HR-Sonographie akuter und chronischer Darmerkrankungen

Mit hoch auflösenden Ultraschallsonden (HR-Sonographie) kann sogar die normale Darmwand dargestellt werden (ein gutes Ultraschallgerät vorausgesetzt). Veränderungen am Darm können insbesondere dann erkannt werden, wenn die Darmwand z.B. durch eine Entzündung anschwillt und verdickt. So ist die Darmsonographie sehr gut in Notfallsituationen, z.B. bei Verdacht auf eine akute Blinddarmentzündung (Appendicitis) oder einer Divertikulitis (Entzündung von Darmausbuchtungen, meist im linken Unterbauch).

Die Magen- oder Darmschleimhaut selbst kann nicht mit hinreichender Genauigkeit beurteilt werden, so dass die "Darmsonographie" eine Endoskopie (Spiegelung) nicht immer ersetzen kann. Die Sonographie ist nicht geeignet um z.B. eine Magenschleimhautentzündung oder ein Magengeschwür zu diagnostizieren. Auch ist sie nicht für die Darmkrebsvorsorge (Nachweis von Darmpolypen oder kleinen Tumoren) geeignet.

Bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie dem Morbus Crohn oder der Colitis ulzerosa ist die Darmsonographie wiederum sehr hilfreich. Sie kann in der Akutphase unangenehme endoskopische Diagnostik vermeiden helfen. Komplikationen wie Abszesse, Stenosen (Engstellen) oder Fisteln lassen sich feststellen.  In der Verlaufsbeobachtung entzündlicher Darmerkrankungen kann die Darmsonographie Wiederholungsendoskopien, unangenehme Kerspinuntersuchungen oder strahlenbelastende CT-Diagnostik vermeiden helfen.

Sonographie bei Enddarmerkrankungen

Bei Erkrankungen des Enddarms, des Afters oder der Afterumgebung (Perianalregion - z.B. Fistel oder Abszessen bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen) stehen uns folgende Untersuchungsmethoden zur Verfügung.

Endorektaler Ultraschall (EUS)

Endorektal bedeutet im Rektum, aus dem Inneren des Enddarms. Dabei wird eine Ultraschallstabsonde in den Enddarm eingeführt. Die unmittelbare Nähe des Schallkopfes zur Darmwand erlaubt hohe Frequenzen, welche wiederum zu einer hohen Detailauflösung führen. Der EUS ist die Methode der Wahl zur Bestimmung der Tiefenausdehnung von Darmpolypen oder Tumoren vor einer endoskopischen oder chirurgischen Therapie. Die hohe Auflösung ermöglicht die Eindringtiefe des Tumors zu erfassen. Natürlich lassen sich mit dem EUS auch entz. Veränderungen erkennen. Wegen der dabei jedoch oft bestehenden Schmerzen favorisieren wir hier den perianalen Ultraschall (PUS).

Perianaler Ultraschall (PUS)

Die perianale Region ist der Bereich um den Darmausgang einschließlich der mittleren Anteile der Gesäßhäften. Hier finden sich bei chron. entz. Darmerkrankungen (CED) gelegentlich Fisteln oder Abszesse etc.. Die Untersuchung erfolgt in Linksseitenlage. Der Schallkopf wird unmittelbar auf dem Anus bzw. perianal aufgesetzt. So lässt sich ein entzündlicher Prozeß schmerzfrei und ohne eingreifende Maßnahmen darstellen und die weitere Versorgung festlegen.

Deutlicher Verdickung der Darmwand mit entzündlicher Mehrdurchblutung
Deutlicher Verdickung der Darmwand mit entzündlicher Mehrdurchblutung

Endorektale und perineale Sonographie

Transanale Untersuchung zur Bestimmung der Tiefenausdehnung des Rektum-Tumors
Transanale Untersuchung zur Bestimmung der Tiefenausdehnung des Rektum-Tumors
Schmerzhafte Entzündung am After bei Morbus Crohn (Proktitis Crohn mit Abszess))
Schmerzhafte Entzündung am After bei Morbus Crohn (Proktitis Crohn mit Abszess))

Endo-Sonographie (EUS)

Endo-sonographie des oberen und unteren GI-Traktes

Als Endo-Sonographie bezeichnet man eine Ultraschalluntersuchung durch vorgegebene Körperhöhlen hindurch. Ziel dieser Methoden ist mit hoch auslösenden Schallsonden möglichst nah an das zu untersuchende Organ heranzukommen, um dann mit sehr hoher Detailauflösung (im Millimeterbereich) kleinste Veränderungen darzustellen. Typische bekannte Anwendungsgebiete sind z.B. die Untersuchung der inneren Geschlechtsorgane der Frau durch die Scheide hindurch (transvaginale Sonographie der/s Gynäkologin/en) oder die Prostatauntersuchung durch den Enddarm (transrektale Prostatasonographie der/s Urologin/en).

Der Gastroenterologe nutzt zwei unterschiedliche Zugangswege und Techniken:

1. die transösophageale oder transgastrale Untersuchung mit flexiblen (beweglichen) Echo-Endoskopen:

Hier ist an der Spitze eines beweglichen/flexiblen Endoskopes ein Ultraschallkopf mit hoher Auflösung angebracht. Das Endoskop kann unter Sicht durch den Mund in die Speiseröhre eingeführt und durch den Magen bis zum 12-Fingerdarm (Duodenum) vorgeschoben werden.

Es können Verdickungen der Speiseröhren- oder Magenwand differenziert und das weitere Vorgehen besser geplant werden.

Weiter können Strukturen neben der Speiseröhre (Lymphknoten, Gefäße, Herz) sowie hinter dem Magen und neben dem Duodenum (Bauchspeicheldrüse, Nebenniere, Gefäße, Milz, Gallengang) mit hoher Detailgenauigkeit dargestellt werden.

In Einzelfällen können Strukturen durch das Endoskop unter sonographischer Sicht punktiert werden.

2. die transanale Endosonographie wird meist mit starren Instrumenten durchgeführt (siehe auch unter "Darm-Sonographie"):

Es werden Veränderungen der Darmwand und Umgebung beurteilt. Sie ist z.B. notwendig zur Bestimmung der Eindringtiefe von Darmpolypen vor möglicher endoskopischer oder chirurgischer Therapie und zum sonographischen Staging (Stadieneinteilung) von bösartigen Enddarmtumoren.

Außerdem können Verletzungen, Entzündungen, Tumore und Funktionsstörungen des After-Schließmuskelapparates untersucht werden.

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